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1576 stellt Friedrich
II. von Dänemark Tycho Brahe die Insel Hveen zur freien
Verfügung. Neben einer Sternwarte errichtet der Astronom ein prunkvolles Schloss
und nennt seine neue Wohnstätte "Uraniborg". Die Räume sind
mit einem unglaublichen Luxus ausgestattet und mit Malereien und Statuen
dekoriert. Natürlich gibt es auch genug Platz für die vielen
Instrumente, die ein Hofastronom für seine Beobachtungen benötigt.
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Unweit der
Sternwarte befindet sich ein zweites Gebäude, Stjerneborg oder
auch Schloss der Sterne genannt. Hier befinden sich die
Werkstätten, in denen die Messinstrumente herstellt werden, sowie
Lagerräume und eine Druckerei für die Veröffentlichung der fertig
gestellten Arbeiten.
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Tycho richtet sogar ein
Alchimistenlaboratorium ein. Dort will er, wie es zu
seiner Zeit durchaus üblich war, die Beobachtung der Sterne
mit der Untersuchung der durch die Sterne beeinflussten Metalle
verbinden.

Mit dem auf der Insel Hveen entfalteten
Prunk und Glanz zieht Tycho den Neid des dänischen Adel
auf sich, der ihn auch prompt beschuldigt, eine
ungerechtfertigte Autorität über die mit ihm zusammen arbeitende
"Kolonie" von Gehilfen und Studenten auszuüben.
 Auf Empfehlung einer Kommission, die seine
Arbeiten als unfruchtbar und ohne Nutzen für den
Staat beurteilt, wird der von Christian IV. gezahlte Unterhalt
1597 gestrichen.
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Das verlassene Schloss
Uraniborg verfällt in kürzester Zeit und wird Stück für
Stück von Fischern geplündert. 1671 entsendet die Pariser
Akademie der Wissenschaften den Astronomen Jean Picard, um den
Breitengrad festzustellen, auf dem sich die Sternwarte von Tycho
Brahe befindet. Der Wissenschaftler bezeugt, dass er
keine Überreste von dem ehemaligen Schloss gefunden hat, und
Grabungen vornehmen musste, um auf die Grundmauern des Gebäudes zu
stoßen.
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